VWG stellt Fragen zur Struktur des Bauordnungsamtes

21.09.2026

Ausführliche Antwort der Kreisverwaltung

VWG stellt Fragen zur Struktur des Bauordnungsamtes

Die personelle und organisatorische Zukunft des Bauordnungsamtes des Kreises Kleve war Anlass für einen Antrag der Vereinigten Wählergemeinschaften (VWG). Im Mittelpunkt stand insbesondere die Frage, wie die Bauaufsicht angesichts bevorstehender Ruhestände erfahrener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch langfristig personell und fachlich gut aufgestellt bleiben kann.

Dabei geht es aus Sicht der VWG nicht allein um interne Verwaltungsstrukturen. Eine gut aufgestellte Bauaufsicht bedeutet für Bauherrinnen und Bauherren verlässliche Genehmigungsverfahren und Planungssicherheit. Auch für Unternehmen und Investitionen im Kreis sind funktionierende und effiziente Abläufe von Bedeutung. Genau deshalb wollte die VWG frühzeitig wissen, wie Personalentwicklung, Wissenstransfer und die Weiterentwicklung bestehender Arbeitsabläufe sichergestellt werden.

Die jetzt vorliegende ausführliche Stellungnahme der Kreisverwaltung liefert dazu aus Sicht der VWG überzeugende Antworten. Die Personalentwicklung wird langfristig betrachtet und gerade für die Untere Bauaufsichtsbehörde wurde der bevorstehende Personalwechsel bereits frühzeitig erkannt. Zwischen September 2026 und März 2029 könnten dort vier Beschäftigte mit der Qualifikation Architekt beziehungsweise Bauingenieur Hochbau ausscheiden. Zwei Stellen wurden bereits vorzeitig zum 1. Juli 2025 und 1. Januar 2026 nachbesetzt, eine weitere zum 17. August 2026. Auch für die vierte, ab September 2027 vakant werdende Stelle wird eine frühzeitige Nachbesetzung angestrebt.

Auch beim Prozess- und Wissensmanagement zeigt die Vorlage, dass bereits Strukturen vorhanden sind, um Wissen zu sichern, die Einarbeitung neuer Mitarbeitender zu erleichtern und Personalwechsel frühzeitig zu begleiten. Gleichzeitig werden Arbeitsabläufe überprüft und die Digitalisierung weiter vorangetrieben.

„Wir sind mit der ausführlichen Antwort des Landrats und der Verwaltung sehr zufrieden. Für uns war entscheidend zu erfahren, ob die Bauaufsicht auf die kommenden personellen Veränderungen vorbereitet ist und wie wichtiges Fachwissen erhalten werden kann. Die Vorlage zeigt, dass die Verwaltung diese Entwicklungen frühzeitig erkannt und bereits konkrete Maßnahmen ergriffen hat. Gute Arbeit der Verwaltung erkennen wir ausdrücklich an“, erklärt Udo Holtmann für die VWG.

Die ausführlichen Ausführungen beantworten damit viele der Fragen, die Anlass für den Antrag der VWG waren. Eine zusätzliche Strukturanalyse hält die VWG vor diesem Hintergrund derzeit nicht mehr für erforderlich und wird den Antrag zurückziehen. Die weitere Entwicklung, insbesondere die angekündigte frühzeitige Nachbesetzung der vierten Stelle in der Unteren Bauaufsichtsbehörde, wird die VWG weiterhin im Blick behalten.

„Entscheidend ist für uns, dass die Bauaufsicht auch in Zukunft verlässlich und leistungsfähig aufgestellt ist. Die Antwort der Verwaltung zeigt, dass dafür bereits wichtige Weichen gestellt wurden“, so VWG-Kreistagsmitglied Patricia Gerlings-Hellmanns abschließend.


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